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Kri­te­rio­lo­gie für die Na­mens­ge­bung bei der Zu­sam­men­le­gung von Pfar­rei­en zu einer neuen Pfar­rei

  1. Bei Neu­errich­tung einer Pfar­rei durch Auf­he­bung und Zu­sam­men­le­gung bis­he­ri­ger Pfar­reien blei­ben die Pa­tro­na­te der Kir­chen er­hal­ten (vgl. can. 1218 CIC sowie:,,No­ti­fi­ca­tio de ti­tu­lo Ec­cle­siae" der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sa­kra­men­ten­dis­zi­plin vom 10. Fe­bru­ar 1999, Pro!. 329/99/L, Nr. 5 und 11 - im fol­gen­den: No­ti­fi­ca­tio ).

  2. Der Name der Pfar­rei soll in der Regel dem Titel der Pfarr­kir­che ent­spre­chen (vgl. Notifi­catio Nr. 7).

  3. In den Fäl­len der Zu­sam­men­le­gung kann aus pas­to­ra­len Grün­den der Name der neuen Pfar­rei vom Titel der Pfarr­kir­che ab­wei­chen (vgl. No­ti­fi­ca­tio Nr. 12).

  4. Das Recht der Na­mens­ge­bung liegt aus­schlie­ß­lich beim Erz­bi­schof.

  5. Aus den be­trof­fe­nen Ge­mein­den kön­nen Vor­schlä­ge an den Erz­bi­schof un­ter­brei­tet wer­den. Bevor ört­li­che Na­mens­vor­schlä­ge öf­fent­lich dis­ku­tiert oder zur Be­fra­gung oder Ab­stimmung vor Ort ge­stellt wer­den, be­darf es einer Ab­stim­mung mit dem Erz­bi­schof.

  6. Bei der Na­mens­fin­dung ist zu be­ach­ten: Der Name soll­te nicht in ers­ter Linie als Ergeb­nis oder Kom­pro­miss aus einer ak­tu­el­len Stim­mungs- oder Kon­flikt­la­ge ent­ste­hen, son­dern die ört­li­chen und diö­ze­sa­nen Tra­di­tio­nen be­rück­sich­ti­gen und auf län­ge­re Sicht zu­kunftstragend sein. Jahr­hun­der­te alte Tra­di­tio­nen soll­ten nicht leicht­hin ab­ge­schnit­ten
    wer­den.

  7. Es ist ein Name zu wäh­len, der zum In­halt hat:


a) die Hei­ligs­te Drei­fal­tig­keit,

b) un­se­ren Herrn Jesus Chris­tus rnit Nen­nung eines sei­ner lit­ur­gisch ge­fei­er­ten
Mys­te­ri­en oder sei­nes Na­mens­fes­tes

c) den Hei­li­gen Geist,

d) die se­li­ge Jung­frau Maria mit einem ihrer lit­ur­gi­schen Titel,

e) die hei­li­gen Engel,

f) einen in das rö­mi­sche Mar­ty­ro­lo­gi­um oder des­sen ap­pro­bier­ten An­hang auf­ge­nom­me­nen Hei­li­gen; meh­re­re Hei­li­ge ge­mein­sam kön­nen nur ge­wählt wer­den,wenn sie im Ka­len­der ge­mein­sam auf­ge­führt wer­den (vgl. No­ti­fi­ca­tio Nr. 3)

g) einen Se­li­gen, so­fern er in den Re­gio­nal- ode+Diö­zesan­ka­len­der aufgenom­men wurde (vgl. ,,No­ti­fi­ca­tio de cultu Be­a­torum" der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sa­kra­men­ten­di­zi­plin vom 21. Mai 1999, Prot.N. 1127/99/L, Nr. 9 und 1 O); die Ver­wen­dung eines an­de­ren Se­li­gen ist nur mit Zu­stim­mung des Apos­to­li­schen Stuhls mög­lich, die von die­sem nach di­rek­ter Aus­kunft nur bei Vor­lie­gen be­son­de­rer Vor­aus­set­zun­gen (ört­li­cher Bezug o.ä.) ge­währt wird oder

h) Heils­ge­heim­nis­se un­se­res Glau­bens

Die fol­gen­den Schlag­wor­te wur­den dem Ar­ti­kel zu­ge­wie­sen: Fu­si­on von Kir­chen­ge­mein­den
Ihre An­sprech­part­ner zum Thema sind: An­sprech­per­son kir­chen­recht­li­che Fra­ge­stel­lun­gen (Erz­bi­schöf­li­ches Ge­ne­ral­vi­ka­ri­at), An­sprech­per­son kich­li­ches Recht
Die­ser Ein­trag wurde am 21.01.2020 von Na­di­ne Küpke be­ar­bei­tet.

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